Was heisst Medienkompetenz?
Medienkompetenz meint die Summe der Schlüsselfähigkeiten, die nötig sind, um an der medial geprägten Öffentlichkeit kompetent partizipieren zu können. Medienkompetenz umfasst deutlich mehr als nur "Medien bedienen können". Nach der grundlegenden Aufteilung von Dieter Baacke (1997) beinhaltet Medienkompetenz vier Grundfähigkeiten, um in der Medienwelt im selbstbestimmten Sinne handlungsfähig zu sein:
Medienkompetenz umfasst kognitive, moralische, soziale, affektiv-emotionale, ästhetische und praktische Aspekte (Aufenanger, 1997). Durch den steten Wandel von Medientechnik, Medieninhalten und gesellschaftlichen Mediennutzungsmustern müssen die nötigen Grundkompetenzen ständig neu bestimmt werden.
Medienkompetenz im Alltag
Eine neuere Systematisierung von Norbert Groeben (2002) reagiert auf die Omnipräsenz der vielfältigen Medien, indem sie z.B. mehr Gewicht auf ein kompetentes Medalitätsbewusstsein legt (da Realität und Medienwirklichkeit teilweise verschwimmen), auf eine Sozialkompetenz in der Mediennutzung (da Mediennutzung ein soziales Event sein kann und geteilte Medienerlebnisse ein wichtiges Gesprächsthema darstellen) und die kompetente Nutzung von Medien für das persönliche Wohlergehen (Medien sind auch Teil des persönlichen Mood-Managements):
Medienkompetenz in der Schule
In Bezug auf medienpädagogische Unterrichtseinheiten in der Schule hat die prägnante Gliederung von Gerhard Tulodziecki (1997) weite Verbreitung gefunden, die historische Entwicklungen der Medienpädagogik zu einem übergreifenden Modell integriert. Die Vermittlung von Medienkompetenz in der Schule umfasst demnach folgende Aspekte:
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