Was bezwecken Vorgaben durch ICT-Standards?
Bildungsstandards greifen die Lernziele des Lehrplans auf und legen genauer fest, welche Kompetenzen die Schülerinnen und Schüler bis zu einer bestimmten Jahrgangsstufe mindestens erworben haben sollen. Im fachübergreifenden Bereich Medienbildung wird damit eine Konkretisierung und Aufschlüsselung in Stufenziele erreicht. Die Nahtstellen zwischen Unter- und Mittelstufe sowie zur Sekundarstufe werden damit geklärt. Anhand von Standards als Umschreibungen von erwarteten Lernergebnissen lassen sich konkrete Aufgabenstellungen für den Unterricht ableiten. Sie können als Basis zur Erstellung von Aufgabensammlungen in einem Lehrmittel und zur Überprüfung der Lernziele dienen.
Die ICT-Standards umschreiben Kompetenzen, die Schülerinnen und Schüler für eine sinnvolle Nutzung der Informations- und Kommunikationstechnologien erreichen können. Sie sind in verschiedene Kompetenzbereiche und für mehrere Kompetenzstufen formuliert. Jede Kompetenzstufe verlangt unterschiedlich hohe Anforderungen im Umgang mit Informations- und Kommunikationstechnologien. Die Standards bauen kumulativ aufeinander auf. Bei der Arbeit mit Standards wird man zuweilen auf nicht quantifizierbare Themen stossen ("Erkennt die Auswirkungen von …"). Der eigentliche Mehrwert von Standards zeigt sich nicht in erster Linie in der Messbarkeit der Lernprodukte der Schülerinnen und Schüler, sondern im Instrument einer umfassenden Lernvorgabe für den Bereich der Medienbildung.
Beispiele von Kompetenzbereichen aus den Empfehlungen des Kantons Zürich:
Orientierungswissen
 | ein gemeinsames Grundvokabular erhalten |
 | grundlegende Funktionsprinzipien von ICT verstehen |
Grundlegende Arbeitsweisen
Informationsbeschaffung und Lernen
Siehe auch:
www.schulinformatik.ch; mit Downloadmöglichkeit der Handreichung "Erfolgreich unterrichten mit Medien und ICT", mit einer detaillierten Auflistung der vom Lehrplan abgeleiteten Stufenziele für das 3., 6. und 9. Schuljahr.
Standards dienen auch als Grundlage für Instrumente zur Dokumentation der individuellen Medienkompetenz der Schülerinnen und Schüler - zum Beispiel der "KITS-Pass" der Stadt Zürich und der ICT-Pass für die Volksschule des Kantons Zürich.
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