Wo finde ich Informationen zur Auswahl von Lernsoftware?
Lernsoftware-Beurteilungen eignen sich für eine differenzierte Beschreibung von Softwaremerkmalen und können Ihnen und den Lernenden bei der Entscheidung für den praktischen Einsatz der Software im Unterricht behilflich sein. Online-Datenbanken, welche Lernsoftware dokumentieren und auf ihre Qualität hin beurteilen, eignen sich insbesondere für eine schnelle Vorselektion der Produkte. Ihre Verwendung bringt aber auch Nachteile. Durch die kriterienbasierte Beurteilung kann die Erwartung entstehen, dass die als qualitativ gut beurteilte Lernsoftware einen entsprechenden Lernerfolg garantiere (vgl. Biffi 2002).
Als Auswahl aus einem vielfältigen Angebot an Produktbeurteilungen werden die zwei folgenden Lernsoftware-Evaluationsdatenbanken vorgestellt:
 | www.evasoft.educa.ch Die Lernsoftware-Evaluationsdatenbank "EvaSoft" wird von der Pädagogischen Hochschule Zürich entwickelt. Angestrebt wird einerseits eine ganzheitliche, mehrperspektivische Beurteilung und Bewertung von Lernsoftware und andererseits die Vernetzung der Lernsoftware-Evaluationen mit den Bewertungsangeboten anderer Kantone. Aufgrund der unterschiedlichen didaktischen Ausrichtung von Lernsoftware erfolgt die Evaluation der Lernsoftware-Produkte nach programmspezifischen Kriterien. Die Evaluation einer Übungssoftware richtet sich an anderen Kriterien aus als die eines Informationssystems. Entsprechend angepasst werden auch die Beurteilungskriterien. Zurzeit umfasst die Datenbank 156 kriteriengeleitete Lernsoftware-Beurteilungen und 23 Praxisberichte (Stand: Sept. 06). Früchte trägt vor allem die Kooperation mit dem Amt für Volksschule des Erziehungsdepartements des Kantons St. Gallen. Die dort erstellten Praxisberichte werden mit EvaSoft verlinkt. |
 | www.i-CD-ROM.de Die Datenbank des Staatsinstituts für Schulpädagogik und Bildungsforschung München bietet über 1000 Lernsoftware-Beurteilungen zu CD-ROMs, DVD-ROMs und Online-Portalen an. Die Datenbank ist mit der Suchabfrage der deutschen Mediendatenbank Sodis verlinkt. Die Beurteilung erfolgt anhand einer Notengebung von 1-5 zu verschiedenen Qualitätsbereichen. Für dieselbe Software können mehrere Beurteilungen vorliegen. Die Beurteilungs-Gutachten sind einsehbar. |
Literatur |
 | Ammann, D. (2004). Kinder und Jugendliteratur als Computerspiel: Angebot und Genres. In: D. Ammann, T. Hermann. Klicken lesen und spielend lernen (S. 8–23). Zürich: Pestalozzianum. |
 | Baumgartner, P. (2002). Didaktische Anforderungen für die Bewertung und Auswahl von Lernsoftware. In: L. J. Issing & P. Klimsa (Hrsg.). Information und Lernen mit Multimedia und Internet (S. 427–444). Weinheim: Psychologie Verlags Union. |
 | Biffi, C. (2002). Lernsoftware-Evaluation: Tücken und Kriterien der Beurteilung von Lernsoftware. Infos und Akzente, 4, S. 25–27. Online verfügbar unter: www.phzh (pdf). |
 | Leutner, D. (2002). Adaptivität und Adaptierbarkeit multimedialer Lehr- und Informationssysteme. In: L. J. Issing & P. Klimsa (Hrsg.). Information und Lernen mit Multimedia und Internet (S. 115–126). Weinheim: Psychologie Verlags Union. |
 | Schaumburg, H. (2002). Besseres Lernen durch Computer in der Schule? Nutzungsbeispiele und Einsatzbedingungen. In: L. J. Issing & P. Klimsa (Hrsg.). Information und Lernen mit Multimedia und Internet (S. 335–346). Weinheim: Psychologie Verlags Union. |
 | Tulodziecki, G., Herzig, B. (2002). Computer und Internet im Unterricht: Medienpädagogische Grundlagen und Beispiele. Berlin: Cornelsen Skriptor. |
 | Weidenmann, B. (2002). Multicodierung und Multimodalität im Lernprozess. In: L. J. Issing & P. Klimsa (Hrsg.). Information und Lernen mit Multimedia und Internet. (S. 45–64). Weinheim: Psychologie Verlags Union. |
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