Wie sind die neueren Literacy-Konzepte entstanden?
Aufderheides (Aufderheide, Patricia 1993, 9) Definition von Literacy bildet einen frühen und markanten Versuch, das Literalitäts-Konzept auf Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT, englisch: ICT) auszuweiten: "Literacy is the ability to access, analyze, evaluate and communicate messages in a variety of forms". Literacy bezeichnet die Fähigkeit, aus Mitteilungen in unterschiedlichen Symbolsystemen Sinn zu rekonstruieren, so gewonnene Information zu analysieren und zu bewerten. Mehr noch: Literacy beinhaltet die Fähigkeit, solche Systeme zur gegenseitigen Verständigung zu nutzen. Selbstverständlich gilt diese Umschreibung auch für die traditionelle Sprache und Schriftlichkeit. Wichtig hier ist aber der Einbezug der digitalen Medien. Bemerkenswert ist, dass dieser Ansatz aus der Urzeit des World Wide Web stammt. Das WWW wurde im Jahr 1989 im CERN@Genf konzipiert; als diese Definition publiziert wurde, standen für die Allgemeinheit weder Browser noch Web-Inhalte im heutigen Verständnis zur Verfügung. In den letzten Jahren ist verschiedentlich versucht worden, den Literacy-Begriff so auszugestalten, dass er konzeptuell für das Bildungswesen fruchtbar wurde.
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