Was bringt Entlinearisierung mit sich?
Durch das Verlinken von Text-, Ton- und/oder Bildsequenzen entsteht eine Textstruktur, die als Hypertext bezeichnet wird. Kennzeichnend für die nichtsequenziellen Medien ist, dass es keinen eindeutig definierten Anfang zum Lesen und keine definierte Reihenfolge der Dokumente mehr gibt (Meschenmoser, Helmut 2002, 85).
Das Sich-Zurechtfinden in einem System von Verweisen setzt u.a. besondere Verarbeitungsstrategien voraus. Zwei Vorgehensweisen sind bekannt: Beim ‚ignorierenden' Lesen werden Links erst nach gesamter Lektüre eines Textteils angeklickt. Bei ‚zerfasernder' Lektüre werden Verweise sofort angewählt, was häufig den Gesamtüberblick beeinträchtigt (Unterscheidung nach Krajewski, Markus 1997; Diskussion in Ruhnkehl, Jens et al. 1998, 160f.).
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