Um auf indirekte Weise zu zeigen, dass noch andere Lösungen bestehen, als jene, die von den Informatikunternehmen mit grosser Werbeunterstützung verkauft werden, kann der Einsatz von Open-Source-Software in der Klasse gefördert werden.
Wenn eine Schule Anschaffungen im Informatikbereich tätigen muss, kommt angesichts der hohen Preise, die für die bekanntesten Produkte verlangt werden, der Frage der Software in der Tat eine besondere Bedeutung zu. Die SFIB hat "Schultarife" ausgehandelt, dank denen die Lizenzkosten erheblich niedriger sind. Sie sind auf
www.educashop.ch verfügbar. Trotz dieser Vorzugsbedingungen belasten die Kosten der regelmässig vorzunehmenden Updates das Budget der Schulen erheblich.
Es liegt im Interesse der Schulen und der Informatikverantwortlichen, die Open-Source-Lösungen zu bevorzugen. Sie sind definitionsgemäss nicht durch das herkömmliche Urheberrecht geschützt, da es erlaubt ist, sie frei weiterzuvertreiben. Freie Softwareprogramme existieren für Büroanwendungen (zum Beispiel
Open Office), für die Bildbearbeitung (zum Beispiel
The Gimp), zum Navigieren im Internet (zum Beispiel
Firefox) und vieles mehr. Die Website
Framasoft führt ein Verzeichnis mit ungefähr tausend freien Softwareprogrammen. Einige davon können mit den Betriebssystemen Windows, Mac OS und Linux, das ein Open-Source-Betriebssystem ist, verwendet werden.
Wer sich mit der Wahl der Software für Schulen beschäftigt, kann nicht umhin, angesichts der ethischen Konsequenzen urheberrechtliche Überlegungen anzustellen. Durch die Verwendung solcher Software kann zudem eine andere Art der Entwicklung, die auf der Zusammenarbeit und dem Austausch beruht, gefördert werden.